Nachhaltigkeit mit Zertifikat



28.05.2018

Holz wächst nach – ein unschlagbarer Vorteil von Holz und Holzprodukten ist das nachhaltige Wachstum.


Bäume, die geerntet werden, wachsen dank natürlicher Verjüngung oder einer neuen Anpflanzung wieder nach. Dieser wichtige Grundsatz – die Nachhaltigkeit der Forstwirtschaft – ist im deutschen Waldgesetz ebenso wie in den meisten europäischen Gesetzgebungen fest verankert. Holz ist also unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit eine unerschöpfliche Ressource. Nachhaltigkeit ist Gesetz.

Seit etwa 20 Jahren haben sich darüber hinaus Zertifikate am Markt etabliert, die Kriterien für Nachhaltigkeit definieren und besondere Anforderungen stellen. Die am Markt bekannten Systeme von PEFC und FSC® zertifizieren die Forstwirtschaft, aber auch die gesamte Lieferkette möglichst bis zum Endverbraucher. Denn nur dann gelangt das Zertifikat als Nachweis einer definierten nachhaltigen Forstwirtschaft bis zum Endverbraucher und kann in der Lieferkette transparent dargestellt werden.

Die spezifischen Anforderungen der Zertifikate gehen über die gesetzlichen Anforderungen der Nachhaltigkeit hinaus. Sie qualifizieren Nachhaltigkeit auf einem hohen Niveau, indem sie Bewirtschaftungsvorgaben machen, wie z. B. das grundsätzliche Verbot von Kahlschlägen auf der Fläche oder die Vorgabe, einen bestimmten Anteil der Waldfläche als Referenz für den Naturschutz aus der Bewirtschaftung zu nehmen. Zertifikate kümmern sich um Baumartenwahl, um Bestandspflege, um die Holzernte und die Logistik. Sie kümmern sich um Kriterien des Naturschutzes und wollen damit Nachhaltigkeit auf höchstem Niveau definieren und dokumentieren.

Zertifiziertes Holz gibt es für den Verbraucher aber nur, wenn die Herkunft des Holzes, also der Waldbesitz, auch über ein entsprechendes Zertifikat verfügt und wenn dieses Zertifikat in der Lieferkette über die holzverarbeitende Industrie, den Holzfachhandel oder das Handwerk weitergegeben wird. Nur dann dürfen die Produkte mit den Labels von PEFC oder FSC® gekennzeichnet werden.

Der Kauf von zertifiziertem Holz ist also eine gute Empfehlung, weil dieses Holz nachweisbar hohe Kriterien von nachhaltiger und naturschonender Forstwirtschaft erfüllt. Aber auch ohne Zertifikat gilt für Holz das Nachhaltigkeitsprinzip, welches in Deutschland und prinzipiell auch in europäischen Ländern fest verbrieft ist.

Nachhaltigkeit ist also Gesetz – es darf nur das geerntet werden, was auch wieder nachwächst.

Quelle: www.holzvomfach.de
Bild: MEV Verlag GmbH